#55 – Proschat Madani

Shownotes

Hörgespräche: Sinnvolles aus dem Leben – Wöchentliche Interviews mit bewegenden Persönlichkeiten. Mehr dazu auf https://hoerenbewegt.at​​​

Gäste: Proschat Madani Moderation: Carola Gausterer

Inhalt der Sendung: Proschat Madani wurde im Iran geboren und ist in Wien aufgewachsen. Ihre Herkunft hat die bekannte Schauspielerin nachhaltig geprägt – vom Migrantenkind der 1970er-Jahre bis hin zu ihrer Berufung zur Schauspielerei.

Im Hörgespräch erzählt sie, wie entscheidend Identität und Authentizität sind, warum die eigene Muttersprache niemals als Makel empfunden werden darf und dass man nichts ablegen muss, um irgendwo dazuzugehören.

Ein eindrucksvolles Gespräch mit einer charismatischen, lebenserfahrenen und empathischen Proschat Madani, die uns einmal mehr vor Augen führt, das Menschlichkeit keine Grenzen kennt.

Über HÖREN BEWEGT: Alles um uns ist Kultur. Sie bedeutet die Gestaltung des Zusammenlebens, Traditionen, Geschichte Politik sowie den künstlerischen Ausdruck einer Gesellschaft. Die Pflege und Entwicklung jeglicher Form von Kultur erfordert zwischenmenschlichen Austausch. Welche entscheidende Rolle ein intaktes Gehör dabei zukommt, zeigt die Initiative HÖREN BEWEGT. Themen und Events zu Leben, Kunst, Bildung und vielem mehr lassen Sie eintauchen in die spannende und wunderbare Welt des Hörens! Mehr zur Initiative HÖREN BEWEGT auf https://hoerenbewegt.at​​​

Über MED-EL: MED-EL Medical Electronics, führender Hersteller von implantierbaren Hörlösungen, hat es sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, Hörverlust als Kommunikationsbarriere zu überwinden. Das österreichische Familienunternehmen wurde von den Branchenpionieren Ingeborg und Erwin Hochmair gegründet, deren richtungsweisende Forschung zur Entwicklung des ersten mikroelektronischen, mehrkanaligen Cochlea-Implantats (CI) führte, das 1977 implantiert wurde und die Basis für das moderne CI von heute bildet. Damit war der Grundstein für das erfolgreiche Unternehmen gelegt, das 1990 die ersten Mitarbeiter aufnahm. Heute beschäftigt MED-EL weltweit mehr als 2200 Personen aus ca. 75 Nationen in 30 Niederlassungen. Das Unternehmen bietet die größte Produktpalette an implantierbaren und implantationsfreien Lösungen zur Behandlung aller Arten von Hörverlust; Über 200.000 Menschen in 124 Ländern hören mithilfe eines Produkts von MED-EL.
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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich glaube, dass jede Sprache ein gewisser Filter ist durch den man die Welt sieht und versteht.

00:00:13: Und je mehr Sprachen man kann umso größer ist das Spektrum des Verstehens und des Erkennens dessen was alles in der Welt gibt.

00:00:25: Und ich kann mir vorstellen, dass es auch sehr dazu beiträgt und neugieriger zu sein, umt eben auch Empathische.

00:00:56: Willkommen bei den Hörgesprächen, sinnvolles aus dem Leben.

00:00:59: Ich freue mich sehr, dass Sie wieder mit dabei sind!

00:01:02: Sie wissen ja, bei den hörgesprüchen geht es ums Thema hören.

00:01:05: Wir haben sehr viele interessante Gäste immer mit dabei Viele HNO-Ärzte, Ärztinnen, Patienten die mit Kochleimplantat durch das Leben gehen und auch sehr viele prominente Gästen Und ich freue mich, dass es geklappt

00:01:18: hat

00:01:18: Dass sie da ist Schauspielerin Bucharttorin Sprecherin von Höherbüchern.

00:01:26: Habe

00:01:26: ich Brochert weich genug ausgesprochen?

00:01:31: Ich habe schon gehört.

00:01:34: Man kann diesen Namen aussprechen, wie man ihn aussprechen mag und es gibt ja auch unglaublich viele Verballhornungen dieses Namens weil er eine Erfindung meiner Großmutter ist.

00:01:49: Nein,

00:01:49: ich bin einzigartig was den Namen zumindest anbelangt.

00:01:52: Also meine Großmutter erfunden und es gibt ... soweit ich weiß, gibt es nur mich mit diesen Namen Und dementsprechend kann man denen natürlich ... Es gibt ja keine Maßstab wie man den ausspricht Kann man denen aussprechen wie immer man mag und oft wird er ausgesprochen so kurz und knackig bruschert.

00:02:14: Das finde ich jetzt persönlich nicht so schön.

00:02:16: Ich mag eher das ein bisschen langgezogene, melodischere, weichere Samstag.

00:02:20: Ist auch sein Alleinstellungsmerkmal dein USB vielleicht?

00:02:23: Das ist absolut ein Alleinsteller.

00:02:25: Also mein absolutes Alleinststellungsmerkmal ist in erster Linie meinen Name und in zweiter Linie, dritter Linie oder vierter Linie.

00:02:35: Keine Ahnung gibt es hoffentlich auch noch andere Dinge.

00:02:38: Ganz viele unterscheiden.

00:02:40: Ja, natürlich!

00:02:41: Aber das war etwas Besonderes, dass man diesen Namen und wir Österreicher neigen ja so bruschart oder?

00:02:45: Das ist auch so hart auszusprechen.

00:02:47: Dann hört man hin...

00:02:49: ...aber bruschert.

00:02:52: Es klingt ein bisschen grob und so ein bisschen zackig.

00:02:56: Das verbinde ich jetzt nicht mit mir.

00:02:59: Überhaupt nicht, also wir sprechen es weich aus.

00:03:01: Was bedeutet hören für dich?

00:03:07: Das

00:03:07: ist ein großes Thema, eine große Frage.

00:03:11: Normalerweise muss ich wirklich lang drüber nachdenken weil da natürlich ganz viel aus Erinnerungslücken aus einem heraus strömt wenn man über so ein Thema nachdenkt das hören.

00:03:28: Ich meine es ist ja etwas was uns unser ganzes Leben lang begleitet und sehr viel Emotionen hochkommen lässt.

00:03:36: Es gibt manchmal, es gibt so Gerüche der Kinder, das gibt aber auch eben zu Geräusche oder eben die Stille der Kindheit also Sachen, die man später dann manchmal wieder hörbar erlebt und die emotional etwas mit einem machen.

00:03:53: ich kann ganz pragmatisch sagen dass hören dieser Sinn für mich sehr wichtig ist Eigentlich genauso wichtig wie sehen, weil ich zum Beispiel jemand bin, der sehr viele Podcasts hört und auch Hörbücher hört.

00:04:14: Also für mich ist die Aufnahme über meine Ohren etwas ganz ganz Wichtiges und ich kann mittlerweile... Ich weiß nicht ob das gut ist oder nicht keine Ahnung aber mir hilft es!

00:04:27: Ich kann eigentlich kaum mehr einschlafen ohne dass sich was höre, also was mich so wie früher als Kind mit gute Nachtgeschichten in den Schlaf quasi erzählt zu werden.

00:04:40: Das hat sich bei mir gehalten bis ins Erwachsenenalter.

00:04:43: Ich höre immer zum Einschlafen irgendeine Geschichte oder manchmal auch einen Podcast und schlafe dann relativ schnell ein dadurch.

00:04:53: Und wenn ich aufwache in der Nacht ist das erste was ich mache es wieder an den Anfang zurückgehen

00:05:02: Wirklich?

00:05:02: Weil das wäre auch eine Frage gewesen, welche Geräusche oder Klängen dich zur Ruhe bringen.

00:05:07: Also ist es das Wort?

00:05:08: Ist es die

00:05:08: Sprache?

00:05:09: Es ist... also ich finde die menschliche Stimme und natürlich bestimmte Frequenzen, also so eine ganz hohe schrille Stimme weniger aber so eine schöne wirklich schöner Sprecher- oder Sprecharinnenstimme und eine schöne Sprache.

00:05:30: Der Inhalt, also davon hängt es auch ab.

00:05:34: Also jetzt nicht nur von Stimme und Sprache sondern auch welche Worte vermittelt werden.

00:05:40: Weil du hast ja auch so eine sonore Stimme bei der man finde ich gern zuhört geschliffene Sprache selbstbewusstes Auftrennen.

00:05:46: wir haben das alles schon gesehen bei den Vorstadtweibern der letzte Bulle oder Walking on Sunshine im ORF gelaufen mir.

00:05:54: Also da merkt man ja auch deinen Auftreten und wie du auf uns wirkst nämlich sehr resolut sehr bestimmt Strenge auch manchmal, vielleicht doch ein bisschen handig.

00:06:04: Ist das für dich auch so?

00:06:07: Ich finde es halt ganz spannend.

00:06:08: diese Diskrepanz zwischen der Eigenwahrnehmung und der Fremdwirkung die wir alle glaube ich irgendwo haben in einem bestimmten Ausmaß, die eine mehr oder andere weniger... finde ich in meinem Fall sehr, sehr stark.

00:06:24: Und ich glaube, ich würde das wahrscheinlich gar nicht so mitkriegen wenn ich diesen Beruf ausüben würde wo es sofortegrundig ist wie man mich besetzt.

00:06:35: also an dem erkenne ich ja dann auch wie meine Wirkung sein muss.

00:06:39: und auch ist ein Feedback dass ich kriege und durch die Rollen in denen ich besetzt werde die eben alle so wie du gesagt hast sehr selbstbewusst, manchmal sehr streng, auch mal ein bisschen bösartig sind.

00:06:52: Also ich werde selten oder eigentlich gar nicht, kann mich zumindest nicht erinnern als irgendwie schüchternes Mauerblümchen eingesetzt und das erzählt einem mir was über einen selbst... Ich empfinde mich so gar nicht!

00:07:07: Und ich habe auch das Gefühl oder bin eigentlich... mehr oder weniger davon überzeugt, wenn mir das auch so reflektiert wird.

00:07:14: Das ist mein engeres Umfeld, dass auch nicht so empfindet.

00:07:17: Nichtsdestotrotz habe ich diese Ausstrahlung und ich nehme es aber auch ernst weil das ja trotzdem ein Teil von mir ist.

00:07:28: Und ich stelle ja selber manchmal fest, wenn ich mich zufällig mal, wenn gerade was vor mir läuft und ich zähle rum und sehe mich gerade... und das ist mir schon ein paar Mal passiert.

00:07:35: Ich dachte ui, schau, weil jetzt streng!

00:07:39: Ich würde mich auch von mir selber fürchten jetzt gerade, wenn ich nicht wüsste wer ich bin.

00:07:45: Ja also ich finde das spannend!

00:07:46: Ich finde es sehr spannend dass die Fremdwirkung so von dem eigenen Gefühl zu einem selbst abweichen kann und ich glaube aber das ist ganz wichtig ist, dass man einen Frieden damit schließt und was das anbelangt und viele andere Dinge auch anbelankt im Leben ein sowohl als auch lebt.

00:08:10: Also es muss nicht entweder das eine oder das andere sein, sondern es ist sowohl das was ich empfinde aber auch als dass was ich wirke vom Belang

00:08:22: Wie beeinflusst deine Mehrsprachigkeit das Hören von Situationen Dialogen und Emotionen?

00:08:27: Du bist ja aus dem Iran mit zwei Jahren weg dann über Amerika Türkei zu uns nach Wien.

00:08:34: Genau Ich glaube Jede Sprache, also wenn man jede Sprache ein gewisser Filter ist durch den man die Welt sieht und versteht.

00:08:49: Und je mehr Sprachen man kann umso größer ist das Spektrum des Verstehens und des Erkennens dessen was als alles in der Welt gibt.

00:09:01: und ich kann mir vorstellen dass es auch sehr dazu beiträgt offener und neugieriger zu sein und eben auch empathischer.

00:09:12: Also Menschen, die mehrere Sprachen sprechen, sprechen diese Sprachen ja auch meist weil sie von irgendwo anders kommen, weil sie die Erfahrungen des Fremdseins gemacht haben, die auch die Erfahrung wie es ist sich integrieren zu müssen und sich anzupassen.

00:09:29: Und das hat hier sehr viel damit zu tun dass man seine Sinne schärft dass man genau beobachtet, das man genau zuhört.

00:09:37: Weil man ja als fremder Mensch der womöglich die Sprache noch nicht beherrscht des Landes in dem dieser Mensch ist, noch nicht genau weiß was geht, was geht nicht, was ist richtig?

00:09:52: Was ist falsch?

00:09:53: Was sind die Codes, die man eben nicht kennt?

00:09:56: Die kulturellen Unterschiede... Also all diese Fallstricke, gibt, wenn man irgendwo fremd ist.

00:10:07: Die gilt es ja zu erkennen um sich nicht in ihnen zu verstricken und ich glaube dass das eben dazu führt dass man sehr aufmerksam ist und sehr achtsam ist und seine Antennen nach außen richtet und spürt und versucht zu verstehen.

00:10:27: und da hilft natürlich Sprache sehr.

00:10:31: also das Das

00:10:33: Schlüssel zur Welt?

00:10:35: Es ist das Schlüssel zum Verstehen oder es ist sagen wir der erste Schlüssel zu verstehen.

00:10:42: Also ohne die Sprache kann man all das was darunter noch an vielen Schichten ist, was man noch verstehen lernen muss kommt man gar nicht dorthin.

00:10:55: also alle Codes von denen ich vorhin gesprochen habe die liegen ja alle drunter.

00:11:00: Aber du kommst dort gar nicht hin zu diesen verschlossenen Türen, wenn du nicht die Sprache

00:11:07: erlernst.".

00:11:08: Also deswegen ist es glaube ich wahnsinnig wichtig, wenn man irgendwo ist wo man sein möchte auf längere Zeit dass man die Sprach der Menschen dort erlernt.

00:11:18: Man muss dazusagen Du warst mit sechs Jahren bist in die Volksschule gekommen im siebten Bezirk konntest kein Wort Deutsch.

00:11:25: Das kann man sich gar nicht vorstellen.

00:11:27: Nein, nein das war auch schwierig aber Kinder lernen halt sehr schnell.

00:11:30: Das ist der große Vorteil bei Kindern.

00:11:32: deswegen finde ich es auch immer großartig wenn Eltern ihre Kinder mehr Sprache aufwachsen lassen weil nie wieder im Leben wirst du das können.

00:11:40: in dieser Leitschigkeit die Chance gibt's nicht mehr mit diese Selbstverständlichkeit einfach noch eine Sprache.

00:11:47: Es gibt ja Familien wo Kinder mit drei Sprachen aufwachsen Und ich habe es als Kind auch ganz schnell gelernt, aber das war nicht einfach der erste Zeit.

00:11:57: Du warst aber auch in der Beobachterrolle oder?

00:12:00: Warum?

00:12:02: Du hast dir das angeeignet indem du andere beobachtet imitiert hast?

00:12:07: Auch natürlich!

00:12:08: Das gehört ja auch zum Lernen dazu.

00:12:11: Also das tun ja Kinder sowieso sehr gerne und sehr viel und das ist auch ein Zeichen ihrer Entwicklung und des Lernens.

00:12:22: Ich glaube, man kommt nicht umhin.

00:12:26: Wie gesagt, wenn man irgendwo fremd ist, musst du genau beobachten und genau zuhören weil die Dinge eben nicht selbstverständlich sind.

00:12:38: Weil du sie auch zunächst einmal nicht verstehst, weil es halt einen Culture-Clash gibt und weil du ganz banal die Sprache nicht verstehst... Das sprechen die Kinder.

00:12:48: Irgendetwas miteinander schauen, zu dir lachen und du denkst sie lachen die jetzt über mich?

00:12:53: Habe ich etwas falsch gesagt?

00:12:55: Sollte ich irgendetwas anders machen?

00:12:57: wie benehmen die sich?

00:12:58: Aha das machen die so und so.

00:13:03: Du kommst nicht umhin glaube ich Wenn du irgendwo fremd bist dass du aufmerksamer bist und besser beobachtest.

00:13:12: Und man merkt es ja auch in ganz harmlosen banalen Situationen, wenn man irgendwo auf Urlaub ist und die Schriftzeichen nicht erkennt oder eben die Sprache nicht versteht.

00:13:25: Man geht anders durch die Straßen, man geht anders das Leben.

00:13:30: Man isst achtsamer und aufmerksam.

00:13:32: Das

00:13:33: zum Thema Sinne schärfen?

00:13:34: Ja!

00:13:36: Aber du warst auch sehr still damals um zu beobachten, zu schauen... Was kann ich mir da rausholen?

00:13:42: Wie schnell kann ich die Sprache lernen, weil es war ja Farsi.

00:13:46: Dann war's in Amerika Englisch.

00:13:49: Da war ich noch zu klein.

00:13:51: Also da war ich zwei Jahre alt wie wir nach Amerika sind.

00:13:54: Da hab' ich jetzt kein Englische gelernt.

00:13:56: das kam danach in der Schule.

00:13:57: Und das türkisch

00:13:58: war auch kein Thema.

00:13:59: Nein!

00:14:00: Das heißt

00:14:00: die Stationen waren eigentlich nicht... Also

00:14:02: für Sprache Lernen nicht, nein Nein, nein.

00:14:05: Also es wurde ... Die Sprache wurde wirklich tatsächlich zu einem Thema erst ab Österreich, ab Wien.

00:14:12: und was sehr traurig ist und das kann ich eben jetzt erst dem Nachhinein als erwachsener Mensch sagen, dass war mir als Kind natürlich überhaupt nicht bewusst, dass ich halt meine eigene Muttersprache, das war sie mehr oder weniger verlernt habe.

00:14:29: Ich meine nicht, du hast

00:14:29: mich so?

00:14:30: Naja weil eben Weil das mit dem integrieren und mit dem assimilieren, wie ich gesagt habe es sehr viele Fallstricke beinhaltet.

00:14:40: Also gerade als Kind wo man so ein starkes Bedürfnis hat dazu zu gehören keine Außenseiterin zu sein sich nicht zu unterscheiden von den anderen eben kein Alleinstellungsmerkmal zu haben sondern eigentlich nicht aufzufallen um einen Teil der Masse Da ist es eben eine andere Sprache zu können, also das wo ich mir denke heute war wie toll wäre das wenn ich eben ganz flüssig meine Muttersprache nach wie vor beherrschen würde.

00:15:14: Ich habe es halt als Kind als ein Markle empfunden und das finde ich halt wahnsinnig schade!

00:15:20: Also das ist was ich mir auch heutzutage so sehr wünschen würde wenn man immer wieder über Integration spricht dass das nicht damit verbunden wird, dass du das was zu dir gehört und was du mitbringst, dass es etwas Negatives empfiehlt.

00:15:35: Oder

00:15:35: vielleicht ablegst ganz?

00:15:36: Und dass

00:15:37: du's ablegseln, dass Du das Gefühl hast, du musst genau so werden wie alle anderen und dazu gehörtest du eben nicht Fasi kannst weil die Anderen können ja auch kein Fasi sondern dass du erkennst eben, dass es auch hier kein Entwederoder ist.

00:15:51: Sondern ein Sowohl als auch du bringst deines mit.

00:15:55: das heißt aber nicht, dass du das ablegen musst um das andere was notwendig ist dir anzueignen und auch dich an zu passen.

00:16:04: Anpassung soziale Skill.

00:16:07: Das ist ja etwas, das ist ja eine Fähigkeit, dass es ja was Großartiges.

00:16:11: Man muss halt nur aufpassen wo fängt der rote Bereich an?

00:16:17: Wo aus der Anpassung ein sich verbiegen entsteht und sich verbiegen und vielleicht am Ende auch ein Gebrochen sein weil man sich selber so wie man isst nicht akzeptiert, um irgendwo dazuzugehören.

00:16:34: Und das ist keine form der Integration die ich für richtig erachte und von der ich glaube dass sie sowohl für die Ausländer gut ist noch für inländergut ist sondern Ich würde eine Abterintegration propagieren wo es ein gegenseitiges Neugierigsein aufeinander gibt

00:16:59: weil es eine Bereicherung darstellt für uns alle.

00:17:02: Man kann nicht alles als eine Bereichigung empfinden, man muss schon auch vorsichtig sein und das nicht so rosarot sehen.

00:17:11: ich finde dass Integration eine unglaublich schwierige Geschichte ist und man darf das alles nicht zu leicht nehmen.

00:17:19: aber wenn man auf also der fruchtbare Boden für Integration in meinen Augen Wohl wollen, ein gegenseitiges Wohlwollen und eine Neugier aufeinander.

00:17:36: Und Geduld also zu wissen dass es ganz natürliche normal ist das es Missverständnisse geben wird und dass es manchmal auch Punkte gibt wo man sagt okay da kommen wir nicht zusammen.

00:17:51: aber wenn du hier leben möchtest Es gibt Punkte, die sind nicht diskutierbar.

00:17:59: Das glaube ich ist ganz wichtig zu wissen wie die Hausordnung ist über welche Punkte man nicht diskutieren wird.

00:18:06: Die gilt es ob man will oder nicht zu akzeptieren und zu befolgen.

00:18:11: und danach gibt das aber eine große Bambreite an Dingen wo man schauen kann wo man sich gegenseitig bereichern könnte.

00:18:23: Das heißt, es ist ein bisschen Wehmut dabei.

00:18:25: Dass dieses Phase nicht so gut funktioniert.

00:18:29: jetzt mehr?

00:18:29: Wie unterhalten Sie euch mit den Geschwistern wie... Also

00:18:32: ich rede Deutsch!

00:18:34: Ich rede immer Deutsch.

00:18:36: Mit ein paar Einspringseln, Phasi.

00:18:41: Meine Mutter redet manchmal Phasi mit mir oder eben Aseri, weil ich komme aus Teibris.

00:18:47: Das ist in Aserbaycan und wir sprechen so im Mischmarsch.

00:18:50: also Ich verstehe beides, ich verstehe Asari und Fasi.

00:18:57: Aber kein Asari spreche sehr schlecht

00:19:00: Fasi.".

00:19:01: Und es ist schade sowieso dass man einfach eine Sprache die man fließen konnte nicht mehr kann.

00:19:09: Und ich habe beruflich viele Nachteile dadurch gehabt.

00:19:12: Ich hätte vielmehr interessante Rollen spielen können wenn ich diese Sprache beherrscht hätte.

00:19:20: Ja wirklich.

00:19:21: Am Anfang sind mir immer wieder auch Rollen angeboten worden, wo ich perfekt hätte färsich reden müssen und die musste ich dann halt immer ablehnen.

00:19:30: Das tut mich leid!

00:19:31: Ich würde es wahnsinnig gern spielen aber das ist nicht authentisch wenn ich das spiele weil ich die Sprache einfach nicht kam.

00:19:40: Wenn wir gerade bei der Schauspielerei sind, das kam ja relativ spät und das war mittels, stimmt das wirklich?

00:19:46: Mittels Hörspielkassetten vom Bruder.

00:19:49: Ich habe das wahnsinnig gerne gehabt.

00:19:51: Mein Bruder hat immer früher vom Radio ÖA ins aufgenommen und da gab es halt immer so eben Hörspiele mit...

00:20:01: Da gab's noch keine Podcasts, muss man dazu

00:20:03: sagen?

00:20:03: Ja, da gab's keine Podcast!

00:20:05: Man kann sich das alles gar nicht vorstellen.

00:20:06: jetzt meine

00:20:07: Zeit.

00:20:07: Man hat noch Record Play und öa eins aufgenommen oder?

00:20:09: Mit Kassetten

00:20:10: genau, mit Kasseten und einfach genau Genau, Rekord.

00:20:14: Und das

00:20:14: habt ihr euch dann gemeinsam angehört?

00:20:15: Wir

00:20:15: haben uns das dann gemeinsam angehört und da war der Helmut Lohner oder Christian Futterknecht und Otto Schenk, Nicoling Kunz, Marion Degler also die Riege der alten Josefstadt-Schauspielerin, Schauspieler und Burgtheater und ich habe das geliebt.

00:20:34: Da war es eben auch dass wir dann stundenlang dort gesessen sind und miteinander geschwiegen haben und einfach nur zugehört haben.

00:20:44: Einer meiner ganz großen Helden war eben Oskar Werner, ich weiß nicht wie oft ich mir mit den Platten im gekauft rilke unter Heinrich Heine und habe mir das rauf und runter angehört und konnte das alles aus, wenn ich ihn halt immer versuchte, Oskars Werner nachzumachen.

00:21:02: Und nach wie vor muss ich sagen, wenn Ich in höhere diese Stimme

00:21:11: Hört man gar nichts

00:21:12: mehr.

00:21:13: Das ist irgendwie in Vergessenheit gerade.

00:21:16: Und der Bildfläche verschwunden, das stimmt

00:21:18: ja?

00:21:19: Aber ich merke schon auch Zitate von Rilke und so... Es ist alles da!

00:21:25: Das begleitet dich schon ein Leben lang.

00:21:27: also diese Zitate du schüttelst sie aus den Ärmeln.

00:21:29: immer wieder lese und höre ich das

00:21:32: Weil das sehr prägende Erlebnisse meiner Kindheit um meine Jugend waren.

00:21:39: In unseren heutigen Zeiten, die... Ich muss sagen, ich versuche mal dezent auszusprechen.

00:21:48: Die turbulent sind und wo so viele Dinge passieren, die ich... Ja, ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll.

00:21:58: Ich bin da meistens eher auch sprachlos über...

00:22:00: Was immer alle?

00:22:02: Über die Gewalt und überall das, was passiert.

00:22:05: Muss ich mich immer wieder aber daran erinnern dass der Mensch auch so viele wunderbare Sachen auf dieser Welt gebracht hat, unter anderem eben Literatur und Kultur und Kunst und Musik.

00:22:20: Also das sind doch die Dinge... wenn ich mich damit beschäftige habe ich das Gefühl, dass alles gut ist und dass die Welt ein wunderbarer haltlos schöner Ort ist.

00:22:31: Man merkt du bist ein sehr empathischer Mensch

00:22:35: Ich bin ein sehr empathischer Mensch.

00:22:37: Also meine Spiegelneuronen sind sehr stark ausgeprägt, also manchmal so dass ich mir denke so einfach auch anstrengend manchmal weil ich will ich sehr mit empfinde und nachempfinden kann um wenn jemand vor mir weint mir auch die Tränen gleich fließen und es ist ganz schwer aushalte wenn Menschen leiden oder wenn ich zusehen muss das jemand leidet.

00:23:03: Das heißt das Buch schreiben, die Schauspielerei auch das hilft ein bisschen auszubrechen.

00:23:09: Das sind natürlich Berufe oder Tätigkeiten, die halt das spielerische ins Leben bringen und das finde ich einem unglaublichen Gewinn und ich bin davon überzeugt dass wir alle wenn wir eine spielere Haltung zum leben hätten tatsächlich auch bessere Menschen sein könnten und auch in einer besseren Welt leben könnten.

00:23:40: Weil das spielerische, ich habe es jetzt zu meinem Beruf gemacht aber weg vom Theater und weg von der Kamera kann man das auch in das tatsächliche Leben übertragen weil mehr eine Haltung ist, die man hat zum Leben und das im Kopf und dem Herzen.

00:24:00: Und es hat etwas mit einer Bereitschaft zu tun neugierig und offen zu sein für das Ungekannte, das Andere und das Fremde.

00:24:08: Es hat was mit der Bereitsschaft zu tun, dass man auf eine Erkundungsreise gehen möchte in sich selber.

00:24:17: Und Max Reinhardt hat so einen schönen Satz geschrieben, Auf seine Erkundungsreise in ihre Seelenlandschaft gehen, auf der Suche nach... unbefruchteten Möglichkeiten, die in ihnen sind und dass eben Schauspieler die Möglichkeit haben diese unbefristeten Möglichkeiten zu befruchten und sie temporär eben auszuleben.

00:24:42: Und das ist aber etwas, das hat wie gesagt viel mehr mit einer Haltung zum Leben zu tun und ich glaube, dass das sehr gut übertragbar wäre auch für andere Menschen, die nicht diesen Beruf ausüben.

00:24:53: also eben auch empathisch zu sein immer gleich zu verurteilen, sondern zu beobachten und verstehen zu wollen.

00:25:06: Das heißt nicht dass man etwas was nicht in Ordnung ist entschuldigt aber auch das Schauspieler an manchmal rollen wo sie einen Charakter spielen müssen der tiefgrund böse ist ja und ein Schauspiller darf aber niemals die Figur die er spielt verurteilten weil sonst kann er sie nicht spielen sind sie es auch nicht wahrhaftig und echt Und das ist halt schon auch spannend, dass man lernt jemanden den man abgrundtief eigentlich ablehnt trotzdem verstehen zu wollen.

00:25:42: Das finde ich dann der erste Schritt dafür etwas was man nicht will auch ändern zu können.

00:25:51: und es hat doch sehr viel damit zu tun das spielerische dass man über das Trennende hinweg sieht und das gemeinsame erkennt.

00:26:01: Und ich glaube, dass es einfach zwischen uns weit aus mehr Gemeinsames gibt als das was uns trennt.

00:26:10: und wir sehen halt oder wollen manchmal auch nur das sehen.

00:26:14: Was sonst trennt?

00:26:17: Was sonst würde die Schauspielerei gar nicht funktionieren?

00:26:19: wenn mir wirklich so unterschiedlich werden dann würde es meinen Beruf nicht geben könnte ich jemanden spielen und jeder wird sagen, das berührt mich nicht.

00:26:28: Was soll ich mit dem machen?

00:26:29: Also die Figur ist mir so fremd aber wir sind uns.

00:26:34: am Ende geht es um Sehnsüchte, um Angst, um Liebe, um Gerechtigkeit, um Zugehörigkeit.

00:26:42: Es geht um diese Themen als Mensch Und das ist das was uns verbindet.

00:26:48: Sehr schön gesprochen.

00:26:50: Wenn wir noch einmal bei der Schauspielerin bleiben, diese Hörwahrnehmung die deine Arbeit als Schauspelerin ja begleitet gibt es da Situationen in denen du besonders aufmerksam zuhören musst?

00:27:00: In meinem Beruf das besteht aus zu hören nur

00:27:03: zu hören

00:27:04: also nicht nur aber das ist ein ganz ganz wesentlicher

00:27:09: Bestandteil des Berufs.

00:27:10: Wobei man sich jetzt zwischen Film und Bühne auch trennen muss,

00:27:13: oder?

00:27:14: Ja aber nicht was das zuhören anbelangt.

00:27:16: also das ist etwas es zieht sich durch alle möglichen Formen der Schauspielerei.

00:27:22: du trittst dir in diesem Beruf permanent im Beziehung.

00:27:26: Du tritt erstens einmal als Schauspillerin in Beziehungen zu deiner Figur und versuchst Schnittflächen zu finden die irgendwie beieinander lappen zwischen dir und einer Figur.

00:27:38: Und du trittst in Beziehung von Figur zu Figur, mit der du spielst.

00:27:45: Aber auch vom Schauspielerin zum Schausspieler... Also es ist ein permanentes In-Beziehungtreten und dazu gehört ganz stark zuzuhören!

00:27:58: Und das ist sowieso finde ich auch etwas was mit dem Spielerischen zu tun hat, was man ins echte Leben übertragen könnte

00:28:07: bleibt viel auf der Strecke

00:28:08: Da bleibt sehr viel auf der Strecke, weil das ist eine Fähigkeit die uns glaube ich auch sehr stark abhanden gekommen ist.

00:28:14: Bin

00:28:14: ich auch.

00:28:15: Zuzuhören!

00:28:16: Einfach mal nur zuzuhören ohne zu werden und ohne zu urteln sondern nur zuhören und dem anderen den Raum zu geben sich zu äußern.

00:28:27: Wenn man das in das Leben übertragen würde, glaube dass man anfängt wirklich miteinander kommunizieren zu können.

00:28:41: Das unterschreibe ich, ja?

00:28:43: Du hast doch Erfahrungen mit Hörbuch und Synchronarbeit gemacht.

00:28:49: Synkronarbeit in dem Sinne... Also ich muss mich immer wieder selber synchronisieren

00:28:54: beim Film.

00:28:55: Beim

00:28:55: Filmen.

00:28:55: Das

00:28:56: macht aber jetzt... Ich glaube das ist jetzt eh schon ...

00:28:59: Das passiert immer wieder, dass man das nachsprechen muss.

00:29:07: Aber bei

00:29:08: Hörbuch

00:29:09: wie ja Kaiser, Fabula Raser war das?

00:29:12: Wie war es?

00:29:14: Das war eine ganz spannende und schöne Erfahrung für mich, weil ich bin ja selber so eine ganz große Hörbuchhörerin.

00:29:21: Ich liebe das!

00:29:22: Ich liebe schöne Stimmen unter einer guten Sprache und wie gesagt gute Geschichten.

00:29:27: also die Kombi ist...das kann man nicht toppen.

00:29:32: Und ich war ganz Angetan, wie man mir das angeboten hat ein Hörbuch zu lesen und dann habe ich eben auch noch gehört Wehrkeiser und ihr neues Buch Fabla Raser.

00:29:43: Dann hab' ich das gelesen, war ganz begeistert davon Und es war also für mich, weil ich das auch nur nie gemacht habe Das war ein neues Terrain was sich immer spannend findet Dinge zu tun die ich eben davor nicht gemacht habe Die für mich neu sind.

00:30:00: Ich fand es nicht unanstrengend, sechs, sieben Stunden am Tag zu lesen.

00:30:07: Aber es hat mir eine unfassbar große Freude gemacht und ich würde das wahnsinnig gern wieder machen wenn man mir nochmal was anbieten würde.

00:30:19: Aber war das ja Umstellung?

00:30:21: Es ist eine totale Umstellung!

00:30:22: Also dass...es ist ganz etwas anderes für mich gewesen als jetzt auf der ... Bühne zu sein oder vor der Kamera, weil da habe ich ja... Also auf dem Bühnen hab' ich überhaupt meinen ganzen Körper live.

00:30:39: Vor der Kamera ist es manchmal nur mein Kopf aber trotzdem bin ich zu sehen.

00:30:44: und bei einem Hörbuch gibt's nur meine Stimme und meine Sprache mit der ich eine Geschichte vermitteln kann, mit der die Geschichte, die ich zu lesen habe, vermittelt kann.

00:30:53: Und gerade bei Fabula Raser gibt es sehr viele Charaktere.

00:30:58: Das spielt über eine längere Zeit, also die Hauptfiguren werden auch älter.

00:31:03: Die fangen jung an – da gibt's überhaupt ein Kind, das dann eben ein erwachsener Mann wird und auch die Hauptfigur fängt sehr jung an und wird irgendwie halt über die Jahre zu einer reifen Frau.

00:31:15: Dann gibt es eben ganz, ganz viele andere Figuren kleinere und größere.

00:31:22: Du musst ja für jede dieser Figuren eine Fantasie entwickeln.

00:31:28: Und du musst deine Stimme und deine Sprache so einsetzen, dass die Hörerin unter Hörer hört, dass das jemand Anderer ist.

00:31:39: Und in der Stimme oder in der Sprache hört was das für ein Charakter ist.

00:31:48: etwas unglaublich faszinierendes.

00:31:52: Das ist wirklich eine Lesekunst und ein Hörerlebnis, wenn das funktioniert, was sehr beglückend sein kann.

00:32:04: Und wirklich eine große Kunst ist.

00:32:07: Also lesen ist für mich wirklich eine ... Eine große Kunst und ich glaube es gibt auch ganz tolle Schauspielerinnen und Schauspielen, die nicht so gut lesen können und umgekehrt.

00:32:18: Also ich glaube nicht dass das unbedingt zusammenhängen muss.

00:32:23: Aber das ist natürlich spannend!

00:32:25: Wie ist der Unterschied Bühne- und Film?

00:32:28: Ist es gut wenn man das Echo direkt kriegt von den Leuten im Publikum?

00:32:33: Ich hätte jetzt die längste Zeit gesagt ja wahrscheinlich aber ich brauche es nicht.

00:32:38: aber das stimmt mittlerweile nicht mehr weil an den Lesungen, die ich mache.

00:32:45: Dass es schon eine große Freude ist das direkte Feedback zu bekommen und in dem Fall dann auch noch... Das ist natürlich anders als im Theater wenn man ein Stück spielt aber in dem fall dann auch Noch in Kontakt mit dem Publikum zu kommen beim Signieren Und diese Freude zu erleben und die Begeisterung also das muss Ich sagen sehr beglückend.

00:33:14: Und ich habe das ja jetzt lange Zeit nicht gehabt, weil ich ganz lange nicht Theater gespielt habe und nicht auf der Bühne war sondern halt immer nur am Set drehen.

00:33:28: Ich hab nicht gemerkt dass ich das vermisse aber jetzt wo ich das erlebt habe denke ich mir ich glaube ich würde gerne wieder mal auf die bühne Und auf jeden Fall würde ich gerne weiterhin so Lesungen aus meinem Buch machen.

00:33:43: Das ist eine...

00:33:44: Gibt es ja aktueller Lebensspiel, oder?

00:33:46: Gibt's immer wieder!

00:33:47: Ja, ja.

00:33:48: Also der direkten Kontakt wird doch ein bisschen vermisst.

00:33:53: Ja, weil es zu schön ist.

00:33:55: Ich weiß wirklich schönes.

00:33:56: Ich glaube das irgendwie vergessen glaubt wie schön es

00:34:00: sein kann.

00:34:02: Nicht nur in der Straßenbahn angesprochen zu werden oder so von einem Genere.

00:34:05: Sondern

00:34:06: tatsächlich wenn man gerade seinen Beruf ausübt.

00:34:10: Was sind so die Projekte, die du gerne machen würdest noch?

00:34:15: Ich würde auf jeden Fall gerne noch weiterschreiben weil ich finde Schreiben ist was ganz Wunderbares.

00:34:22: also gerade wenn ich mit einem Thema beschäftigt bin ist die beste Art für mich etwas über dieses Thema zu lernen darüber zu schreiben.

00:34:38: Er öffnet wirklich so ganz viel Unterbewusstes in mir, von dem ich ... weil es halt unterbewusst ist keine Ahnung habe.

00:34:47: und im Prozess des Schreibens komme ich dann drauf was ich tatsächlich für eine Haltung habe zu einem bestimmten Thema um zu erkennen was ich denke die beste Art für mich zu schreiben.

00:35:03: Ist schon was in der Pipeline?

00:35:04: Nein, weil jetzt bin ich ja noch mit meinem Buch beschäftigt, dass er erst im September herausgekommen ist.

00:35:09: Jetzt brauche ich wieder ein bisschen Pause mit dem Schreiben.

00:35:11: aber irgendwann einmal würde ich glaube ich gerne wieder etwas schreiben entweder wieder einen Sachbuch.

00:35:18: also in meinen Buch geht es sehr stark auch um Authentizität und Wahrhaftigkeit Und das ist natürlich ein ganz großes Thema wenn ich wollte noch ganz viele Bücher über dieses Thema schreiben, weil es erstens immer sehr viel mit meinem Beruf zu tun hat.

00:35:39: Weil's etwas ist was heutzutage hat jeder dieses Wort im Mund authentisch sein.

00:35:49: Ich bin irgendwo vorbeigegangen, das stand authentische Kosmetik und ich dachte es wird für alles benutzt.

00:35:56: Das ist wie Vintage?

00:35:58: Ja genau!

00:36:00: Und ich habe das Gefühl dass die Menschen eine wahnsinnige Sehnsucht noch Authentizität haben.

00:36:04: aber eigentlich wissen wir nicht immer genau was das ist... Das ist ein großes Thema und das würde mich zum Beispiel interessieren mich damit auch nochmal näher zu befassen oder auch mal irgendwas Fiktives zu schreiben.

00:36:18: Das wäre auch schön.

00:36:19: Und gibt es eine Rolle, irgendwas?

00:36:20: Vielleicht das Mauerblümchen?

00:36:24: Nein, ich glaube, dass wird nicht passen!

00:36:26: Das käme immer darauf an.

00:36:28: Also ich glaube mir geht's weniger darum was das jetzt für ein Charakter ist und für eine Rolle ist als darum, dass es gut geschrieben ist.

00:36:37: also ein gut geschriebenes Drehbuch mit gut geschriebenen Rollen.

00:36:41: Das ist halt immer... Gibt

00:36:42: es momentan nicht viele?

00:36:45: Es gibt im Allgemeinen glaub' ich ganz viele, nicht so gute Drehbücher und wenige wirklich sehr gute Drehbüche.

00:36:56: Also natürlich es wird halt viel produziert.

00:37:07: ich meine in dem vielen ist ja klar kann's ja nicht so sein dass da nur lauter Kunstwerke drin

00:37:13: sind

00:37:16: Und auch da gibt es eine große Bandbreite von wirklich schlechten Dreh büchern zu okayen Drehbüchern.

00:37:25: Man sagt ja, das ist halt so der Nachmittagskrimi mein Gott!

00:37:29: Das ist jetzt nicht die hohe Kunst.

00:37:31: Es sind nicht Arthausfilme aber es ist in Ordnung.

00:37:36: Aber das ist schon eine Freude wenn du ein Drehbuch mal in die Hand kriegst wo du das Gefühl hast, ach das sind echte Menschen und das sind interessante Figuren.

00:37:45: Das würde ich mir wünschen... Und je älter ich werde umso stärker wird der Wunsch, der immer schon da war.

00:37:56: So schrägere Frauenfiguren also das finde ich immer interessanter ist.

00:38:00: jetzt weiß ich nicht die Attraktive oder die Love Interest in meinem Alter sowieso hört er dann irgendwann auf.

00:38:11: Ja aber

00:38:11: es wird besser finde ich.

00:38:12: jetzt ein bisschen.

00:38:13: Was wird besser?

00:38:14: Dass es Rollnahmengebote

00:38:15: gibt für Frauen, die schon ein bisschen was erlebt haben.

00:38:18: Es wird besser, aber wir sind noch lange... Ja ich weiß.

00:38:23: Ich weiß!

00:38:26: Aber wir hoffen dass es besser wird.

00:38:29: Vielen Dank für das Gespräch.

00:38:30: Sehr gerne.

00:38:30: Bro

00:38:31: schaut ma Dani.

00:38:33: Ihnen ein Danke für Ihr Interesse.

00:38:35: Klicken Sie wieder mal rein bei den Hörgesprächen.

00:38:36: sinnvolles aus dem Leben und sie wissen ja überall wo's Podcast gibt können Sie es anhören.

00:38:41: Gibt ja schon einige Folgen.

00:38:43: Danke und bis zum nächsten Mal.

00:38:44: Wiederhören.

00:38:46: Zum Schluss Persönliches über das Hören.

00:38:49: Gibt es einen höher Moment, der sie besonders berührt?

00:38:54: Aus Gewerne einreich eine Gedichte lesend.

00:38:59: Auf welches Geräusch könnten Sie verzichten?

00:39:02: Zahnarztbohre Welche Musik macht Sie glücklich?

00:39:08: Wie?

00:39:08: weil die!

00:39:10: Alte Musik, alte Musik mag ich sehr.

00:39:13: Wäre Ihr Leben ohne Gehöhe anders verlaufen?

00:39:17: Ohne Gehör?

00:39:21: Ja Natürlich, ich kann mir jetzt gerade überhaupt nicht vorstellen wie ein Leben ohne Gehör ist.

00:39:33: Aber sicherlich ein sehr abends Leben.

00:39:39: also es würde sehr viel fehlen.

00:39:41: Welche Botschaft haben Sie an unsere Zuseher?

00:39:45: Zuhören!

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